Schnitzmesser
Mit einem Schnitzmesser bearbeitest du Holz direkt aus der Hand: Du schälst Späne ab, formst Rundungen und arbeitest Details heraus. In dieser Kategorie findest du einzelne Messer mit unterschiedlichen Klingen. Jede Klingenform hat ihre Aufgabe, und mit zwei oder drei gut gewählten Messern kommst du sehr weit.
Welche Klinge wofür
- Sloyd-Klinge: die längere, leicht gebogene Allzweckklinge für das Grobe, für Flächen und Stoppschnitte. Ein gutes erstes Messer ist das Schnitzmesser mit Sloyd-Klinge.
- Detailklinge: schmal und spitz, für Augen, Haare, Kerben und enge Rundungen, zum Beispiel das Detailmesser mit feiner Spitze.
- Schrägklinge: kurz und schräg angeschliffen, für gerade Stiche, Kanten und Kerbschnitt, wie beim Schrägmesser für Kerbschnitt. Eine breite Schrägklinge glättet Flächen.
- Gerade Klinge: kurz und leicht zu führen, gut für Figuren und den Daumenschub.
- Hakenklinge: zu einem Bogen geformt, um Mulden in Löffeln und Schalen auszuhöhlen. Offene Bögen formen breite Mulden, enge Bögen tiefe. Ein Einstieg ist das Hakenmesser mit offenem Bogen.
So wählst du dein erstes Messer
Für den Anfang reicht ein Messer mit Sloyd- oder gerader Klinge. Kurze Klingen sind leichter zu kontrollieren, längere nehmen mehr Holz auf einmal ab. Achte auf einen Griff, der deine Hand ausfüllt, ohne dass die Finger an die Klinge kommen. Zum Stahl steht bei jedem Messer, was der Hersteller angibt, etwa Chrom-Vanadium-Stahl oder Edelstahl. Wichtiger als das Material ist am Anfang, dass du die Schneide pflegst: Ein regelmäßig abgezogenes Messer schneidet sauber und braucht wenig Kraft.
Wie die ersten Schnitte gehen und welches Messer du wann brauchst, erklärt der Ratgeber Schnitzen für Anfänger. Wenn du Löffel schnitzen willst, lies vorher Hakenmesser richtig benutzen, denn eine gebogene Klinge verlangt eigene Griffe.
Alle Messer sind scharf und gehören nicht in Kinderhände. Schneide immer vom Körper weg oder so, dass die Klinge beim Abrutschen ins Leere geht.

